Haeresis Dea

Allegorie des Irrglaubens, Kupferstich, Anton Eisenhoit, Warburg 1589
In mehrfacher Hinsicht rätselhaft bleibt bis heute Eisenhoits Kupferstich „Haeresis Dea“. Er zeigt eine mit vielfältigen Attributen versehene Frauengestalt, die Personifikation des Irrglaubens, in Begleitung des Ungeheuers Mantichora. Das komplizierte Bildprogramm ist ausgesprochern schwierig zu enträtseln, auch die beigegebenen Verse unter der Darstellung bleiben mehrdeutig. Die Frage geht dahin, welche der im 16. Jahrhundert in Deutschland miteinander streitenden Glaubensparteien hier in die Kritik genommen wird, die katholische oder die protestantische Lehre.
Diözesanmuseum Paderborn
(Foto: Ansgar Hoffmann, Diözesanmuseum Paderborn)

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